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Rund 200 freiwillige setzten sich bei der Seeufer- und Flurreinigung in Hörbranz für die Umwelt ein

Normalerweise ist es Anfang April vormittags eher ruhig am Bodenseeufer. Jogger, Spaziergänger, ein paar Gassigeher mit ihren Hunden und gut eingepackte Radfahrer sind anzutreffen. Am Samstag den 18.04.2026 war aber um einiges mehr los am Hörbranzer Uferabschmitt des Bodensees. Familien, Vereine und sogar die Feuerwehr war mit grünen Säcken und Greifzangen bewaffnet unterwegs um Gutes für die Umwelt zu tun. Rund 200 Personen, darunter Eltern mit ihren Kindern sowie unter anderem engagierte Vereine wie die Jugendfeuerwehr, die Pfadfinder Leiblachtal, die Fliegenfischer Hörbranz, die Turner, Mitglieder des Ringerclubs AC, Hörbranzer Raubritter, Leiblacher Fetzahexa, Musiker vom Musikverein, Fronleichnamsschützen, eine große Gruppe Minifussballspieler des FC Hörbranz und Mitarbeiter der Firma Rupp Käsle setzen ihre Freizeit am Samstagvormittag ehrenamtlich für den Umweltschutz und die Erhaltung des Bodenseeparadieses ein. Das Naturjuwel wird im Sommer von vielen Gästen aus Nah und Fern als Erholungsgebiet, Sport- und Badeplatz genutzt. Am Ufer stehen Grillplätze zur Verfügung, die Liegewiese lädt zum Entspannen und Bräunen ein, im Schatten der Bäume und Sträucher können Sonnenempfindliche die Natur genießen und die gepflegten Wege können für Spaziergänge, Laufrunden und Radtouren genutzt werden. Doch leider vergessen einige nach einem Badetag oder einer Strandparty ihren Müll mitzunehmen und auch einzelne Hundebesitzer füllen zwar die Hundekotbeutel, werfen diese aber dann teilweise neben die aufgestellten Müllbehälter oder gar in Wiesen und Tümpel. So gab es doch einiges zu Tun für die Umweltunterstützer und die Müllsäcke füllten sich im Laufe des Vormittags recht schnell mit achtlos entsorgtem Abfall. Von Daniel Schwark (Klima, Umwelt, Energie und Mobilität/Gemeinde Hörbranz) wurden die Teilnehmer beim Feuerwehrhaus begrüßt, mit Säcken und Greifzangen ausgestattet und auf das Hörbranzer Gemeindegebiet aufgeteilt. Nicht nur das Bodenseeufer wurde gereinigt, auch die Bachzuläufe zum schwäbischen Meer und das Leiblachufer wurden abgelaufen und der Unrat wurde dort eingesammelt. Zur Mittagszeit trafen die verschiedenen Gruppen an der Hörbranzer Liegewiese ein, dort hatte Adrian Gutierrez-Perez vom Bauhof Hörbranz einen großen Anhänger bereitgestellt, in den die Säcke geworfen werden konnten. Von dort aus wird der Müll Sach- und Fachgerecht entsorgt oder wenn möglich wiederverwertet. Auch dieses Jahr waren wieder viele Flaschen, Dosen, Teller und Trinkverschlüsse einzusammeln, aber auch Plastikfolien, Becher, Feuerwerkskörper und unzählige Hundekotbeutel zählten zu den unerwünschten Fundstücken in der Natur. Von Dosenkanten und Scherben gehen nicht nur Gefahren für die Tiere am Bodenseeufer aus, ein Schnitt im Fuß kann einen Badetag schmerzhaft und gefährlich beenden.

Nach der erfolgreichen Umweltoffensive mit über 100 gesammelten Müllsäcken wurden die Sammlerinnen und Sammler von der Gemeinde zu einer Jause eingeladen. Wie in den vergangenen Jahren stellte sich Bürgermeister Andreas Kresser, unterstützt von Gemeindevertretern und Daniel Schwark selbst hinter den Grill und sorgten für Stärkung der Teilnehmer. Bürgermeister Kresser: „Es freut die Marktgemeinde Hörbranz und mich persönlich, dass sich auch dieses Jahr wieder so viele Freiwillige in den Dienst für die Umwelt stellen. Besonders dass so viele Kinder und Jugendliche ihre Freizeit für den Naturschutz und Naturerhalt einsetzen, ist besonders Lobenswert.“

Nach der großen Reinigungsaktion steht nun einem unbeschwerten Sommer am Hörbranzer Bodenseeufer nichts mehr im Weg.

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