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Hörbranzer Funkenbauer trotzten Regen und Matsch

Auch in Hörbranz ist die Funkentradition schon lange in der Gemeinde verankert. Darum ließen sich die drei letzten Funkengruppen in Hörbranz von schlechten Wetter nicht beirren. Am Samstag mutierte der Funkenaufbau in eine wahre Schlammschlacht. Teilweise mussten die Zufahrtswege verstärkt und ausgelegt werden, dass die großen Traktoren nicht in der aufgeweichten Wiese versinken und die Grasnarbe mehr schädigen als  unbedingt notwendig. Die Funkengruppe „Berg“ trotzte mit rund 35 Erwachsenen und über 50 Kindern dem kalten und nassen Wetter, der Funken wurde wegen dem Wetter am Sonntag Mittag angezündet. Während der große Funken und der Kinderfunken aufgebaut wurden, wurde auch ein großes Zelt vom „Verpflegungsteam“ hergerichtet. Dort konnten sich die Funkenarbeiter und dann während dem Funken die Besucher aufwärmen. Seit 2001 sorgt ein neuer Team am „Berg“ für neue Akzente, will aber auch Traditionen wahren. So steht an der Spitze des Funkens noch eine Hexe, intern gibt es darüber auch unter den weiblichen Helfern keine Diskussionen, der Brauch soll so erhalten bleiben. In diesem Jahr gab es zum ersten Mal eine Kinderdisco beim Berger Funken, damit auch die Jüngsten feiern können. Funkenchef Bernhard Huber und sein Team: „es freut uns, dass trotz Regen die Funkengruppe in so großer Zahl mithilft. Das zeigt wie wichtig allen der Erhalt der Berger Funkens ist.“

Auch bei der Fasching- und Funkenzunft Ruggburg kämpften die Mitglieder mit dem Wetter. Mit der Hilfe von rund 30 Funkenbauern und vielen Kindern waren beide Funken schon kurz nach Mittag fertig und bereit für den Samstagabend. Dieses Jahr wurde der Kinderfunken und der Funken wieder auf der oberen Seite der Hoferstraße aufgebaut, die letzten beiden Jahre wurde das Holzkonstrukt auf der unteren Seite, in der Deponie des großen Hörbranzer Hangrutsches, errichtet. Seit rund 30 Jahren wird der Funken schon in der Hoferstraße geplant. Bekannt ist bei der Funkenzunft das große Klangfeuerwerk, dass jedes Jahr für Begeisterung sorgt und die „Höll 2.0“ wo man sich nach dem Funkenbesuch im trockenen aufwärmen kann. Funkenmeister Stefan Strauss ist Stolz, dass er sich auch trotz dem unfreundlichen Wetter auf sein Tem verlassen kann. Auch bei den Ruggburgern wird eine Hexe auf den Funken gesetzt. Die Funkenbauer gemeinsam dazu „eine Hexe oder ein Winteraustreiber gehören zur Tradition und zum Brauchtum des Funkenbaus in der Parzelle und dies soll zumindest in nächster zeit auch so erhalten bleiben“.

Am Giggelstein wurde inzwischen die Zufahrt zum Funken mit Flies und Holzplatten ausgelegt. Hier wird ebenfalls in strömenden Regen Holz und Reisig von mehr als 30 Funkenbauern aufgeschichtet. Auch der Kinderfunken hat schon Form angenommen, an dem Erwachsenen und Kinder zusammen arbeiten. Funkenmeister Andreas Bickel koordiniert nass, aber trotzdem ruhig und mit viel Übersicht die Arbeiten am Funken, aber auch das zu- und wegfahren der Traktoren mit ihren Anhängern. Für den Kinderfunken wurde eine Kinderfunkenmeisterin, Livia, ernannt.  Am Giggelstein wurde, wie bei den anderen Funkengruppen, die Hexe für ihren Abendeinsatz am Sonntag hergerichtet. Die Jahrzehntelange Gepflogenheit und die Überlieferung, dass die Figur im Feuer explodiert, wird auch hier von den Mitgliedern weitergetragen.   

Bei allen drei Funkengruppen wurde beim nassen Aufbau genaustens darauf geachtet, dass im Funken trockene „Nester“ mit Heu, Stroh und Anzündholz eingebaut werden. So konnten die Funken trotz schlechtem Wetter angezündet werden und die Besucher wärmen und auf den Frühling vorbereiten. Wichtig ist allen Funkengruppen, dass die Bevölkerung die Möglichkeit hat, die Funkentradition weiter mit zu erleben, zusammen zu kommen und so die Nachbarschaft und die sozialen Kontakte zu pflegen.

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