
Sternsinger bringen Segen und Hoffnung nach Hörbranz
Alljährlich zur Dreikönigszeit nach Weihnachten machen sich die Sternsinger auf den Weg, um von Haus zu Haus zu ziehen und Glück- sowie Segenswünsche zu überbringen. Mit Kreide schreiben sie dabei die Buchstaben C+M+B an die Türen. Diese stehen für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“ – und bitten um Schutz und Segen für Haus und Bewohner. Gleichzeitig werden die Buchstaben auch mit den Namen der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar in Verbindung gebracht. Die drei Kreuze zwischen den Buchstaben symbolisieren die Heilige Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ergänzt wird die Inschrift meist durch die aktuelle Jahreszahl. Der Sternsingerbrauch geht auf frühe Segensrituale für Häuser zurück und hat bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren.
Kinder und Jugendliche schlüpfen – begleitet von Erwachsenen – in königliche Gewänder, ziehen singend und sprechend durch die Gemeinde und sammeln dabei Spenden für Menschen in Not. Auch in Hörbranz war diese Tradition wieder lebendig: Am 2. und 3. Jänner 2026 waren an beiden Tagen insgesamt zwölf Gruppen unter dem diesjährigen Motto „Sternsingen: Gemeinsam Gutes tun“ unterwegs. Rund 70 Kinder und Jugendliche – so viele wie schon lange nicht mehr – folgten dem hellen Stern und engagierten sich mit großer Begeisterung für den guten Zweck.
Dank der hervorragenden Organisation von Daniela Hehle und Martina Sturn sowie ihres engagierten Teams konnte ein beeindruckendes Ergebnis erzielt werden: Mehr als 15.000 Euro wurden gesammelt und kommen nun Kindern und Familien in Not zugute.
Neben der finanziellen Hilfe hat die Sternsingeraktion auch einen wichtigen sozialen Wert für das Gemeindeleben. Bei den Vorbereitungen, den Hausbesuchen sowie beim gemeinsamen Aufwärmen und Jausnen lernen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene besser kennen, neue Kontakte entstehen und das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt. Daniela Hehle betont:
„Ein herzliches Dankeschön an alle Kinder und Jugendlichen, die Begleitpersonen und die vielen fleißigen Helfer – vom An- und Auskleiden, über das Jause richten bis hin zum Einüben der Lieder und Sprüche. Es ist schön zu sehen, was gemeinsam erreicht werden kann.“
So wurde die Sternsingeraktion auch 2026 zu einem starken Zeichen für Zusammenhalt, Nächstenliebe und gelebter Solidarität in Hörbranz.



