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Umweltwoche und Inklusion in Hörbranz

Unterstützung zur Artenvielfalt im Leiblachtal

Schüler und Lehrer der Mittelschule Hörbranz sowie die Lebenshilfewerkstatt Hörbranz  stellten ihre Zeit der „Umweltwoche 2019“ zur Verfügung und bastelten weit über 100 Vogelhäuschen, Insektenhotels und Fledermauskästen. Initiiert wurde die Leiblachtaler Artenvielfaltskampagne in Hörbranz von Thomas Filler. Dabei stellten zweite und dritte Klassen der Mittelschule Hörbranz ihr handwerkliches Geschick unter Beweis und unterstützen die wichtige Umweltaktion. Am Freitag den 7.juni 2019 waren dann auch alle Leiblachtaler zum gemeinsamen Wohnungsbau für Tiere eingeladen und über 30 Erwachsene, vor allem Eltern und Großeltern, nutzten die Gelegenheit bei dem öffentlichen Termin. Unterstützt und vorbereitet wurde die Aktion von der Lebenshilfe Hörbranz unter der Leitung von Karl Seeberger. Die Holzteile und Strohhülsen wurden von Menschen mit Beeinträchtigungen vorgefertigt. In der Werkstätte der Lebenshilfe Hörbranz im Ecopark wurde dann fleißig geschraubt, genagelt und gebohrt. Dabei wurde so ganz nebenbei Inklusion gelebt. Jugendliche,  Lehrer, Lebenshilfebegleiter und Menschen mit Behinderung arbeiteten selbstverständlich neben- und miteinander. Gerade für die Schüler bot sich eine einmalige Gelegenheit,  Berührungsängste und Hemmschwellen zu überbrücken und gemeinsam etwas für den Umweltschutz zu tun.

Nicht erst seit der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg ist den Jugendlichen und Schülern der Umweltschutz wichtig. Dies bewies sich als in kleinen Gruppen von Umweltausschussobmann Thomas Filler den Interessierten der Zusammenhang zwischen Insekten, Pflanzen, Lebensmitteln und unserem Leben nähergebracht wurde. Aufmerksam und gespannt wurde den Ausführungen zugehört und viele praktische Beispiele die fast jeder unkompliziert umsetzen kann, wurden vorgestellt. So sind zum Beispiel Naturhecken mit Hasel, Weißdorn, Schlehe oder Kornelkirsche wertvolle Nährpflanzen und schon kleinere Naturgärten können Zufluchts- und Lebensräume für Wildtiere wie Insekten, Vögel und Igel bieten. Die selbstgebauten Nistkästen und Insektenhotels konnten zum Selbstkostenpreis von den Erbauern mitgenommen und daheim aufgebaut werden.

Die Aktion wurde auch von der Gemeinde Hörbranz unterstützt, die jeweils die halben Materialkosten übernommen hat. Schüler und Lehrer, Lebenshilfebegleiter und ehrenamtliche Helfer sowie die Lebenshilfewerkstatt Hörbranz stellten unter der Koordination vom Thomas Filler ihre Zeit und ihre Erfahrung in den Dienst des Umweltschutzes.

Bei den Terminen wurde Bewusstsein für unsere Umwelt und unseren Lebensraum geschaffen, die Natur und ihre Bewohner konnten direkt unterstützt werden. Es wurde Gelegenheit geboten, Menschen mit Beeinträchtigungen persönlich kennen zu lernen. So konnten gleich zwei wichtige Lebenserfahrungen für junge Menschen zusammengeführt werden.

Bericht + Bilder: Christian Fetz

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