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Feuerwehrkreisübung Leiblachtal, Abschnitt 30

Feuerwehrkreisübung 2018

Dichte Rauchschwaden im Stiegenhaus und Kellergeschoß des Salvatorkollegs, mehrere Personen vermisst und zusätzlich ein LKW-Brand vor dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Klosters durch Brandstiftung. Das war die Übungsannahme bei der diesjährigen großen Feuerwehrkreisübung im Leiblachtal, die durch die Ortsfeuerwehr Hörbranz organisiert wurde.

 

Kurz nachdem noch Ruhe und Besinnlichkeit über dem Salvatorkolleg in der Leiblachtalgemeinde lag, wurde das Kloster samt Anwesen in flackerndes Blaulicht und hektische, aber geordnete Betriebsamkeit getaucht. Im ehrwürdigen Salvatorianerkloster war der Feueralarm ausgebrochen, die Sirenen schrillten ohrenbetäubend und aus Fenstern und Türen drang dichter Rauch. Rund 100 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden mit 13 Fahrzeugen aus den Wehren Hörbranz, Lochau, Hohenweiler, Möggers und Eichenberg probten am Montag den 07.05.2018 gemeinsam den Ernstfall. Das Internat musste geräumt werden, Acht Personen wurden im verrauchten Keller vermisst, aus dem ersten Stock mussten mittels Leiter Verletzte geborgen werden, ein Atemschutzsammelplatz wurde in kürzester Zeit errichtet und Löschwasser wurde aus dem naheliegenden Ruggbach über eine Schlauchleitung zum Brandplatz geführt. In der Übungsannahme wurde zusätzlich an einem LKW am Parkplatz in unmittelbarer Nähe zum Atemschutzsammelplatzplatz Feuer gelegt, das Atemschutzzelt musste schnellstmöglich in eine sichere Stelle verlagert und in Betrieb genommen werden. Eine eigene Gruppe löschte das Fahrzeug und verhinderte das Übergreifen auf das Wirtschaftsgebäude. Die Atemschutztrupps mussten zu ihrem gefährlichen und schweißtreibenden Einsatz instruiert und in die verschiedenen Gebäudebereiche aufgeteilt werden.  Mit dieser Vielzahl an unterschiedlichsten Anforderungen an die Einsatzleitung und die freiwilligen Feuerwehrfrauen und -männer wurde das Zusammenspiel der Einsatzkräfte aus dem Leiblachtal geprobt. Genaustens beobachtet wurde die Großübung, die einmal im Jahr abwechselnd in jeder Leiblachtalgemeinde stattfindet, vom Feuerwehrinspektor des Bezirkes Bregenz Herbert Österle. Außerdem waren Übungsbeobachter von den Feuerwehren Krumbach, Langenegg, Sibratsgfäll, Riefensberg, Hittisau und Lingenau vor Ort und achteten auf die einzelnen Handgriffe der Feuerwehrkameraden.

Nach dem „Brand aus“ und der Entrauchung des Gebäudes traten alle Wehrfrauen und -männer zur Übungsnachbesprechung an. Die einzelnen Ortsfeuerwehren wurden von den Übungsbeobachtern gelobt und erhielten Tipps zur Verbesserungen in einzelnen Bereichen. Auch Übungsleiter Max Bereuter aus Sibratsgfäll und Bezirksfeuerwehrinspektor Herbert Österle zeigten sich Stolz über die Leistungen, die in dieser Großübung gezeigt wurden. Auch das Zusammenspiel der freiwilligen Feuerwehren aus dem Leiblachtal wurde als erfolgreich und effizient beschrieben.

Hubert Schreilechner, Kommandant der Feuerwehr Hörbranz bedankte sich bei seinem Stellvertreter Günther Seeberger für die Unterstützung bei der Planung und Organisation der erfolgreichen Übung. Dank und Anerkennung richtete er auch an alle Kameraden für ihr Kommen und für ihren freiwilligen und unentgeltlichen Einsatz für das Gemeinwohl das ganze Jahr über. In zahlreichen Freizeitstunden wird in allen Orten geprobt und geübt, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Bericht + Bilder: Christian Fetz

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