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Bestens besuchte Bürgerversammlung im Vorfeld der Volksabstimmung in Lochau

Lochau BV Volksabst 2015

Geradezu gestürmt wurde das Pfarrheim bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend, wollten sich doch über 250 Lochauerinnen und Lochauer über die Problematik „Gemeindeamt NEU“ informieren lassen.

Unter dem Motto „Erst informieren, dann entscheiden!“ hatte die Gemeinde Lochau mit Bürgermeister Michael Simma zu dieser Bürgerversammlung eingeladen. Im Mittelpunkt stand das Gemeindeamt: Sanierung des abgewohnten Altbaus oder Neubau eines effizienten „Gemeinschaftshauses“ mit Gemeindeverwaltung, Bankfiliale, Polizeistützpunkt und Arztpraxis.

Denn bei der Volksabstimmung am 29. November geht es um die entscheidende Frage: „Soll unser bestehendes Lochauer Gemeindeamt entsprechend den heutigen Erfordernissen saniert werden?“

 

Ausführliche und sachliche Informationen

Am Podium informierte im Vorfeld sehr sachlich und souverän Bürgermeister Michael Simma über die Chronologie der Entscheidungsabläufe von der ersten Beschlussfassung im Gemeindevorstand und in der Gemeindevertretung im September bzw. Dezember 2012, der Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes, über die Jurierung bis hin zum Beschluss zur Umsetzung des Siegerprojektes im Juli 2015.

Architekt Bernhard Marte stellte als Juryvorsitzender das Projekt und die Entscheidungsgrundlagen noch einmal vor, und Wolfgang Alge vom „TEAM für LOCHAU – Volkspartei und Parteifreie“ analysierte die angedachte Finanzierungs- und Kostenplanung mit den drei Bereichen Gemeindeverwaltung, Tiefgarage und dem Immobilienanteil mit den künftigen „Mietern“.

 

Diskussion erhitzte die Gemüter

Die sehr rege Diskussion brachten folgende klärenden Erkenntnisse: Der Neubau kostet keine acht Millionen Euro, die Kosten für die Gemeindeverwaltung im neuen „Gemeinschaftshaus“ beträgt netto rund 2,5 Millionen Euro abzüglich Förderungen, die Kosten für die Sanierung des über 75 Jahre altes Gemeindeamtes, vom Keller bis zum Dachboden, innen und außen, samt einem entsprechenden Zubau im Hinblick auf eine effiziente, bürgerfreundliche und vor allen behindertengerechte Verwaltung, sind gar nicht abschätzbar und werden bereits jetzt mit netto rund 1,9 Millionen Euro prognostiziert.

Mit der Arztpraxis sichert man sich eine gute ärztliche Nahversorgung und mit Polizeistützpunkt auch die notwendige öffentliche Sicherheit. Dank der künftigen „Mieter“ ist dieser Bau für die Gemeinde durch die zu erwartenden Mieteinnahmen auch leistbar, da müssen angesprochene Projekte wie Festhalle, Strandbad, soziale Einrichtungen oder die Pfänderstraße nicht auf die lange Bank geschoben werden. Lochau erhält zudem einen attraktiven Dorfplatz.

Weiters braucht ein stetig wachsender Ort mit heute bereits über 6.000 Einwohnern eine zeitgemäße Gemeindeverwaltung mit der entsprechenden räumlichen Infrastruktur. Dazu kommt ein ungeheurer Mehrwert in Bezug auf die Schaffung nachhaltiger langfristiger Vermögenswerte für künftige Generationen.

Ein Diskussionsteilnehmer brachte es schließlich auf den Punkt: Sanierung ist reine Geldverschwendung, der Neubau eine Chance im Sinne der künftigen Entwicklung der aufstrebenden Bodenseegemeinde.

 

Volksabstimmung wird entscheiden

 

Zum Schluss der sehr informativen Bürgerversammlung war den Besuchern klar: Wer bei der Volksabstimmung am 29. November mit JA stimmt, stimmt für die Sanierung des alten Gemeindeamtes ohne die tatsächlichen Sanierungskosten zu kennen. Wer jedoch mit NEIN stimmt, stimmt für die Umsetzung des Projektes „Gemeinschaftshaus NEU“.

Nun sind die Lochauer Bürgerinnen und Bürger am Wort – das Ergebnis der Volksabstimmung ist letztlich für alle bindend.

Bericht + Fotos: Manfred Schallert

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