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28 Jahre auf den Brettern die die Welt bedeuteten/Gib dem Affen Zucker

Neben dem Theaterurgestein „Direttore“ Werner Ritschel kann ein weiteres Mitglied des Hörbranzer Theaters eine großartige Bühnenkarriere zurückblicken. Seit 1990 gestaltet der fast 90-Jährige Severin Sigg, der zu seinem Geburtstag eine Fahrradtour nach Wien plant, das Theaterleben in Hörbranz aktiv mit. Severin Sigg hatte schon immer einen Hang zum Theaterspielen und gestaltete zuvor zahlreiche Gemeinde- und Seniorenbälle mit und spielte auf der Bühne wichtige Rollen. Auch im Theater Hörbranz mimte er 1991 in dem Stück „Der wahre Jakob“ als Hoteldiener ein der entscheidenden Personen in dem erfolgreichen Stück. Immer wieder in Abständen bis 2017 hat er tragende Rollen verkörpert, vom Diener über den Grafen bis zum Millionär. Er ist aber auch der Mann, der immer wieder seit Jahrzehnten die Sitzordnung im Saal überwacht und eigenhändig die Stuhlordnung herrichtet. Bei jeder Vorstellung ist er dabei und begrüßt die Besucher persönlich und hilft ihnen ihre Plätze zu finden. Was er macht, macht er mit vorbildhaftem Ehrgeiz und mit seiner sprichwörtlichen Verlässlichkeit. Das Theater Hörbranz kann sich Stolz schätzen, solch einen Akteur in seinen Reihen zu haben. Auf die Frage was man über ihn sagen könnte, meinte er einmal: belsch ma nix me über oam seht isch ma nümma interessant (wenn man nicht mehr über einen redet, ist man nicht mehr interessant). Auch in dieser Spielsaison ist er immer wieder am Eingang und freut sich auf die Besucher des aktuellen Stückes.

 

 

Gib dem Affen Zucker

 

Das Theater Hörbranz ist mit dem Lustspiel “ Gib dem Affen Zucker…“ erfolgreich in die Theatersaison gestartet. Der Vorstellungsbeginn wird dabei vom Leierkastenmann Walter Vonbank aus Kennelbach auf einem echten Leierkasten eingespielt.

Die rasante Verwechslungskomödie, mit dem Originaltitel „So lange es Männer gibt…“ von Gerd Meier wurde von Werner Ritschel bearbeitet und in Dialekt umgeschrieben, spielt in einer Zeit, in der ein Mann erst etwas galt, wenn er in einer angesehenen Loge (Männerverein) war. Die Männer verbringen ihre Abende meist lieber in zweifelhaften Lokalen, wie etwa in der „Roten Lola“ und verkaufen die Besuche aber als „Logenabende“. Wenn dann zwei der Herren mit den gleichen Vorlieben für diese Etablissements zusammentreffen, zufällig auch noch Schwiegervater und Schwiegersohn sind, werden aus den „Logenbrüdern“ schnell „Schummelbrüder“ die versuchen sich gegenseitig zu decken…. Bis eben echte „Logenbrüder“ auftauchen und der ganze Schwindel aufzufliegen droht!! Bei dem wilden Durcheinander auf der Leiblachtalsaalbühne werden die Lachmuskeln aufs ärgste strapaziert.

In der Pause wird der bekannte „Theaterschübling“ serviert und an der Bar steht das Team des Hörbranzer Theaters um Christine Winkler für die Gäste bereit.

 

Termine für die letzten Vorstellungen:

Freitag 21. Dezember 20.00 Uhr
Samstag 22. Dezember 20.00 Uhr
Freitag 28. Dezember 20.00 Uhr

Kartenanfragen bei Renate Wild im Vorverkauf 0688-800 3733 .

Bericht + Bilder: Christian Fetz

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