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15.08.2013 – Windpioniere im Leiblachtal

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Infoveranstaltung Windmessung

Etwa 250 BürgerInnen und Bürger aus dem Leiblachtal und den umliegenden Gemeinden in Vorarlberg und Deutschland haben sich am 15. August am Hochberg über den aktuellen Stand der geplanten Bürger-Windkraftanlagen informiert. Zentraler Punkt des Interesses war die LIDAR-Messstation. Damit wird mittels LASER in den kommenden Monaten die Windrichtung und –geschwindigkeit bis in eine Höhe von 200m kontinuierlich gemessen. In weiterer Folge werden diese Daten mit den schon seit längerem laufenden Messungen am Pfänderturm abgeglichen. Letztlich soll daraus im Laufe des nächsten Jahres die Wirtschaftlichkeit einer Windkraftanlage am Hochberg bestimmt werden; ein wichtiger Meilenstein für den weiteren Projektverlauf. Entsprechend der Konzeption des Projektes sollen sich ausschließlich die BürgerInnen der Region finanziell an der Windkraftanlage beteiligen können. Die Investitionssumme wird auf 3,5 bis 4Mio Euro geschätzt.

Bürger von Beginn an dabei:
Die Energieregion Leiblachtal möchte gemeinsam mit den Projektinitiatoren den Standort in den Gemeinden und der Gemeinde Scheidegg, die Bevölkerung zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Windkraftnutzung in der Region um den Hochberg animieren und hat dazu die Veranstaltungsreihe „Wind erleben“ konzipiert. So wurde bereits am 05. Mai am Hochberg die Informationsveranstaltung „Spaziergang im Wind“, am 29. Mai in Eichenberg ein Bürgerdialog sowie am 08. Juni eine Exkursion in das Energiedorf Wildpoldsried organisiert.

Aufbruchstimmung am Hochberg
Besucher des Informationstages „Windmessung Live“ am 15. August freuten sich über den spürbaren Pioniergeist und Möglichkeit sich als BürgerIn von Beginn an über diese Option für die Leiblachtaler Energiezukunft zu informieren und sich aktiv einbringen zu können. Immerhin hat eine einzige Windkraftanalge das Potential die Gemeinden Möggers, Eichenberg und Hohenweiler mit Strom zu versorgen. Nach der Auffassung der Projektbetreiber (ARGE erneuerbare Energie, Energieregion Leiblachtal) führt daher auch in Vorarlberg kein Weg an der Prüfung zur Nutzung der Windkraft vorbei: „Wir können es uns nicht leisten, auf dem Weg zur Energieautonomie die Option Wind zu ignorieren“, so Projektleiter Franz Rüf. Natürlich interessierte die Besucher auch die Wirtschaftlichkeit im Spannungsfeld mit dem Naturverlust. Dazu informierte der Energiekoordinator Bertram Schedler, dass mit einer Windkraftanlage zu etwa 1/3 der Investitonskosten im Vergleich zu Photovoltaikanlagen Strom gewonnen werden kann. Würde man auf dem Weg zur regionalen Energieautonomie auf eine Windkraftanlage verzichten, müssten beispielsweise alle Haushalte im Leiblachtal etwa 20% an Strom einsparen, um den gleichen Effekt auf dem Weg zum Ziel erreichen zu können. Auch das sei möglich, aber ein anderer durchaus sinnvoller Weg. Welcher Weg letztlich in der Energieregion Leiblachtal eingeschlagen wird, das sollen vor allem die BürgerInnen und Bürger bestimmen, wie Alfons Rädler, der Sprecher der Energieregion Leiblachtal betont. Die Windkraft hätte jedenfalls einen im Vergleich zu anderen Technologien geringen Naturverbrauch, wie sich die Besucher bei der Diskussion mit den Experten am Standort überzeugt zeigten.

Hintergrund
Deutschland verfolgt die Energiewende und Vorarlberg die Energieautonomie. Auf dem Weg in eine Energieversorgung ohne Radioaktivität und CO2 Emissionen spielt die Nutzung lokal verfügbarer erneuerbarer Energieträger, die auch von der Bevölkerung akzeptiert werden, eine zentrale Rolle.
Das Gebiet um den Hochberg zwischen Möggers und Eichenberg wird aktuell auf die Nutzung der Windkraft zur Stromerzeugung untersucht. Die interessierte Bevölkerung ist am 15. August ab 10:00 Uhr an den Hochberg eingeladen worden, sich über den Stand der Windmessungen zu informieren. Erstmals wird in Vorarlberg eine Lichtstrahlmessung bis in 200 m Höhe ausgeführt. Die Technologie unter der Abkürzung LIDAR (Light detection and ranging) ist in der Lage, alle 10 Höhenmeter die aktuelle Windgeschwindigkeit zu messen. Neben der neuen Messtechnologie erfuhren die Besucher über die bisherigen Messwerte am Pfänderturm und damit über die Chancen möglicher Windenergieernten in dem Gebiet. Eine Ausstellung zeigte Landschaftsbilder mit Windkraftanlagen ähnlicher Ausprägung und Perspektiven. Die Information fand am potentiellen Standort statt.

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